Touristen auf dem Weg nach Borkum sind am Montag wegen der Coronavirus-Krise an der Fähre in Emden abgewiesen worden. An der Fähre wurden beim Ticketverkauf unter anderem Ausweise kontrolliert - nur wer auf der Insel lebt oder arbeitet, durfte zusteigen. „Wir sind noch am Sortieren, die Entscheidung wurde ja gestern erst spät verkündet“, sagte Fährbetriebsleiter Hans-Jörg Oltmanns. „Es wird sich erst noch zeigen, ob eventuell auch die Polizei kommen wird, um das durchzusetzen.“
„Wir mussten bis jetzt ein Pärchen abweisen und zwei Autofahrer“, sagte Fährbetriebsleiter Oltmanns am Morgen. „Jetzt ist es noch ruhig, wir sind in der Winterperiode.“ Die Betroffenen hätten sehr verständnisvoll reagiert. Sollte die Touristensperre bis in die Osterferien hineinreichen, könnte sie allerdings zu einem wirtschaftlichen Problem nicht nur für die Reederei AG Ems werden. „Am Ende ist Tourismus das, wovon wir alle leben“, so Oltmanns.
Haukeline und Jürgen Zander vermieten Ferienwohnungen auf Borkum. „Das werden wir zu spüren bekommen, das wird weh tun“, so der 70-jährige Zander. Als Insulaner dürfen sie auf die Fähre, ihre Freunde aus der Nähe von Bremen müssen sie aber zurücklassen. Die hatten eigentlich für fünf Tage zu Besuch mitkommen wollen.
dpa