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Borkum - tiefenentspannt.

07:37
16.03.2020
Becci und Manfred Hauck waren am Sonntag mit dem Katamaran nach Borkum gefahren. Bis Donnerstag wollten sie ausspannen. Doch am Montagmorgen war der Urlaub vorbei. „Wir wurden gebeten, die Insel sofort zu verlassen.“ Das war um 7 Uhr am Empfang. Aber es war eher eine Empfehlung, als eine Weisung.
Die. beiden Auricher haben dann ausgecheckt und mussten einen Zettel unterschreiben. Darauf bestätigten Sie, wegen der Weisung der Landesregierung die Insel zu verlassen. Das Hotel könne sich das Geld irgendwoher wiederholfen, hieß es. Es ging zum Anleger, ein Ticket mussten sie nicht kaufen. Nur die Frage: „Wann wären Sie eigentlich gefahren?“ „Donnerstag“ „Dann kommen Sie mal drauf!“. Man sei froh, die Menschen schnell von der Insel runterzukriegen.

Die Menschen auf der Insel waren - unbekümmert. „Alles war voll hier“, erzählt Becci Hauck. Die Restaurant, die Clubs, der Strand. „Es fühlte sich alles sehr komisch an. Ich neige ja auch nicht zur Hysterie. Aber hier auf Borkum war es doch sehr tiefenentspannt“, sagt sie. Sie hätten auch damit gerechnet, dass die Fähre voll ist. Aber das war nicht so. Ein Viertel, höchstens. „Viele Gäste verlassen die Insel nicht, bleiben einfach da“, vermuten sie. Das Bordrestaurant war ganz normal in Betrieb. Doch die Sitzplätze - fast menschenleer. Nur vereinzelt würden Menschen abreisen.

Aus ihrem Kurz-Urlaub wird nun nichts. Gegen Montagmittag werden sie wieder in Emden ankommen und die restlichen freien Tage wohl in Aurich verbringen.

Am Montagmorgen war bekannt geworden, dass auch die ostfriesischen Inseln abgeriegelt werden. Touristen dürfen sie nicht mehr besuche. Dies gelte dem Schutz der Inselbewohner, denen kein großes Gesundheitssystem zur Verfügung stehe, aber dem Schutz der Touristen, hieß es. Alle Touristen würden gebeten, die Insel schnellstmöglich zu verlassen. Berufspendler und der Warenverkehr würden nicht eingeschränkt.

Stefan Bergmann