Über Ostern zum Kurzurlaub in den
Harz oder übers Wochenende zum Anbaden an die Nordsee? Oder doch
lieber mit der ganzen Familie nach dem Gottesdienst zu Opa und Oma
zum Kaffeetrinken oder mittags zum Essen ins Restaurant? Die Qual der Wahl fällt Ostern 2020 aus: All dies ist wegen der Corona-Pandemie
entweder verboten oder nicht ratsam. Was geht und was geht nicht an
den Feiertagen in Niedersachsen und Bremen? Wir beantworten heute über den Tag verteilt wichtige Fragen und beginnen damit:
Wo darf ich hinfahren? In Niedersachsen und Bremen sind anders als in Sachsen-Anhalt
Tagesausflüge unter Beachtung der Kontaktauflagen wie etwa der
Zwei-Personen-Regel grundsätzlich erlaubt. Aber: Es empfiehlt sich
vor der Fahrt, bei Landkreisen und Kommunen nachzufragen oder im
Internet nachzulesen, welche Bestimmungen vor Ort gelten. Die
landesweiten Regeln dürfen von Kreisen und Städten nicht gelockert,
aber verschärft werden.
HARZ: Der Harz erstreckt sich über Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und
Thüringen. In Sachsen-Anhalt sind touristische Reisen und Ausflüge in
das Bundesland und auch innerhalb Sachsen-Anhalts untersagt und der
Harz dort auch für Tagesausflügler aus Niedersachsen tabu. «Das ist
für uns eine eigenartige Situation», sagt Carola Schmidt,
Geschäftsführerin des Harzer Tourismusverbandes, der mit den
unterschiedlichen Länderregelungen konfrontiert ist. «Natürlich
blutet mein Herz», sagt Schmidt. «Eigentlich ist es ja unser Ziel,
Menschen für den Harz zu begeistern. Der Schutz der Gesundheit hat
hier aber ganz klar Priorität.»
STEINHUDER MEER: Einige Bereiche sind gesperrt, wie die 35 000
Quadratmeter große, künstlich angelegte Badeinsel mit Sandstrand,
ausgedehnten Liegeflächen und vielen Spielgeräten. Auch die
Personenschifffahrt ist eingestellt. Die Polizei kontrolliert die
Einhaltung der Abstandsregeln. Am Wochenende zuvor war auch berittene
Polizei unterwegs.
CUXHAVEN: An die Strände der Stadt Cuxhaven darf nur, wer in der
Stadt oder im Landkreis Cuxhaven seinen Erstwohnsitz hat. «Der
Tagestourismus wird damit nicht nur eingeschränkt, sondern
untersagt», machte die Stadt klar, die auch vermehrte Kontrollen
ankündigte.