Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sieht nach der Corona-Krise Veränderungen im gesellschaftlichen Leben auf die Menschen zukommen. Schutzmasken gehörten dann in Deutschland viel stärker zum öffentlichen Bild, sagte der 61-Jährige. „Vielleicht nähern wir uns hier den asiatischen Verhältnissen an. Insgesamt scheinen manche asiatischen Gesellschaften besser vorbereitet gewesen zu sein auf diese Pandemie - auch aufgrund von vorangegangenen Erfahrungen - als das in den europäischen oder amerikanischen Gesellschaften der Fall gewesen ist.“ Der „gute alte Handschlag“ werde dagegen wohl in den Hintergrund treten.
In der Frage der geltenden Ausgangsbeschränkungen werde das Osterfest ein echter Stresstest. Weil warnte vor Exit-Debatten, die Frage stehe erst nach Ostern an. „Eine Lockerung wird erst dann möglich sein, wenn wir tatsächlich erkennen können, dass der bisherige Kurs Früchte getragen hat“, betonte er. „Erst wenn wir spürbar niedrigere Infektionsraten und den Eindruck haben, dass unser Gesundheitswesen gewappnet ist für das, was da kommen wird, können wir Erleichterungen in Erwägung ziehen.“ Schwierig bleibe es für Autobauer wie VW und andere große Unternehmen, weil die Konsumstimmung im Keller sei.
dpa