Letztes Update:
20200401121438

Kanzleramt hält Corona-Tracking-App für vielversprechend

11:59
01.04.2020

Die Bundesregierung setzt große Hoffnungen in eine App zur Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten, die aktuell in Berlin getestet wird (wir berichteten). Die Regierung suche "mit Hochdruck" gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut (RKI) nach einer Lösung, die für Deutschland funktionieren könne, so die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Kanzleramtsminister Helge Braun halte den Ansatz des RKI, das mit dem Fraunhofer-Institut und zahlreichen Wissenschaftlern dazu kooperiert, für "sehr vielversprechend", fügt sie hinzu. Sie betont, diese App könnte grenzüberschreitend in Europa funktionieren.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagt, die Nachverfolgung von Kontaktpersonen von Infizierten sei "digital einfacher als wenn jemand im Gesundheitsamt anfängt zu telefonieren". Außerdem könne ein Infizierter ja nicht wissen, wie jemand zu kontaktieren sei, der neben ihm im Bus gesessen habe, ergänzt Demmer.

dpa

Kurzarbeitergeld: Deutschland laut Studie Schlusslicht

11:50
01.04.2020
Bei der Höhe des gesetzlich gezahlten Kurzarbeitergeldes ist Deutschland nach einer aktuellen Studie Schlusslicht unter den europäischen Ländern mit vergleichbaren Regelungen. Während in Deutschland die Beschäftigten lediglich 60 oder in Haushalten mit Kindern 67 Prozent des entgangenen Nettoentgelts erhalten, wird einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) zufolge in vielen anderem europäischen Ländern ein deutlich höheres Kurzarbeitergeld von 80 bis zu 100 Prozent bezahlt.

Die Forscher des zur gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gehörenden Instituts  drängen deshalb auf eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes in Deutschland. Von den 15 europäischen Ländern, die in der Untersuchung berücksichtigt wurden, zahlen demnach vier Staaten (Irland, Dänemark, die Niederlande und Norwegen) ein Kurzarbeitergeld, das bis zu 100 Prozent des Lohnausfalls kompensiert.

dpa