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20200519144319

Keeseminnen: "État de Crise dazu genutzt, sich historischem Gebäude zu entledigen"

20:23
06.05.2020
In einem offenen Brief an den Escher Schöffenrat, der unter anderem von dem Mouvement Patrimonial, Industriekultur-CNCI und der Bürgerinitiative der Gemeinde Kehlen unterzeichnet wurde, wird ein sofortiger Abrisstopp der "Keeseminnen" in Esch/Alzette gefordert.

Die Arbeiten hatten am 26. April im Auftrag von Arcelor Mittal begonnen - ohne dass die Bürger der Stadt Esch/Alzette darüber informiert wurden, oder das Thema in der kommunalen Bautenkommission aufgegriffen worden sei.

"Es sieht stark danach aus, als hätten die Zuständigen den "État de crise" dazu genutz, sich einem der Herzstücke des Standorts, den 'Keeseminnen', zu entledigen", hieß es in dem Schreiben am Mittwochabend.

Sarah Cames

Guy Wolff Die "Keeseminnen" in Esch/Alzette.

Bahnreisende in Frankreich sollen sich über Zugauslastung erkundigen

19:38
06.05.2020
Bahnreisende in Frankreich sollen sich in der Corona-Krise bereits vor der Fahrt über die Auslastung der Züge informieren können. Für jeden Zug soll es etwa in der App einen Tag vor der Abfahrt ein entsprechendes Symbol geben, kündigte Christophe Fanichet am Mittwoch in einem Interview mit der Zeitung „Le Parisien“ an. Er ist bei der Staatsbahn SNCF für Fahrgäste zuständig. „Diese Informationen ermöglichen es Reisenden (...) je nach erwarteter Auslastung einen Zug früher oder später zu nehmen.“ Das gelte besonders für Regionalzüge.

Bei Fernverkehrszügen wie dem TGV gilt in Frankreich sowieso Reservierungspflicht. Dort soll die Buchung blockiert werden, wenn eine Auslastung von 50 Prozent erreicht ist. Ab dem 11. Mai werden in Frankreich die strengen Ausgangsbeschränkungen voraussichtlich gelockert. Ab dem Tag gilt außerdem eine Maskenpflicht in allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Die SNCF will von da an zunächst etwa 50 bis 60 Prozent der Züge fahren lassen. Einige Züge sollen für Abonnenten und Arbeiter im medizinischen Sektor reserviert bleiben. 

Chaos wird ab Montag vor allem im Großraum Paris erwartet - hier droht im Nahverkehr ein Kollaps. Catherine Guillouard, die Chefin der Pariser Verkehrsgesellschaft RATP, kündigte an, dass im Schnitt nur 75 Prozent der Metros fahren werden. Lediglich die beiden automatischen Linien fahren in normaler Taktung.

Sarah Cames