Letztes Update:
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Österreichische Regierung sorgt sich

08:34
05.05.2020
In Österreich sorgt sich die Regierung, dass die Corona-Wachsamkeit in Teilen der Bevölkerung nachlässt. Es sei eine Verunsicherung spürbar, die durch Verschwörungstheorien in sozialen Medien geschürt werde, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Dienstag. Einigen falle es immer schwerer, die Hygiene-Regeln auch einzuhalten.

„Wir sind in einer ganz heiklen Phase“, meint Innenminister Karl Nehammer (ÖVP). Die bisherigen großen Erfolge stünden auf dem Spiel.

In Österreich sind die Infektionszahlen seit geraumer Zeit sehr niedrig. Aktuell sind nur noch rund 1600 Menschen an Covid-19 erkrankt. Die bisherigen Öffnungsschritte wie das Ende der Ausgangsbeschränkungen und das Öffnen der Geschäfte hätten sich nicht negativ ausgewirkt, hieß es. Im Mai folgen mit der Gastronomie und Hotellerie weitere Branchen. „Der Mai wird der Entscheidungsmonat“, sagte Anschober.

Teddy Jaans

Hochzeitsfeiern in Corona-Zeiten

07:03
05.05.2020
Hochzeits- und Pacs-Zeremonien können fortan auch außerhalb der Gemeindhäuser abgehalten werden. Das hat die Regierung am Montag beschlossen. Grund ist die räumliche Enge in einigen "Mairies", die das social distancing für 20 Personen nicht gewährleistet. In welchen Räumlichkeiten die Feiern abgehalten werden, müssen die Schöffenräte festlegen, wobei das Innenministerium seine Zustimmung geben muss.

Teddy Jaans

Asselborn gegen Grenzkontrollen

06:42
05.05.2020

Außenminister Jean Asselborn hat am Dienstag ein Protestschreiben nach Berlin geschickt. Es gebe keinen ersichtlichen Grund, die Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Luxemburg aufrechtzuerhalten, so der luxemburger Diplomatiechef an die Adresse von Horst Seehofer. Dieser hatte am Montag die Verlängerung der Kontrollen an der deutschen Außengrenze beschlossen. Die Bürgermeister der 13 Moselgemeinden hatten ebenfalls am Montag mit einem gemeinsamen Brief protestiert und zudem die Europafahnen auf halbmast gesetzt.

Die Kontrollen würden die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Region beeinträchtigen, so Asselborn und die Entwicklung der epidemiologischen Lage in Luxemburg stelle  in keinster Weise eine Bedrohung für die Nachbarregionen dar. Zudem riskiere man, das Zusammenleben in der Großregion dauerhaft zu schädigen. Abschließend verweist er auf das Schengener Abkommen "welches eine der größten Errungenschaften des europäischen Einigungsprozesses darstellt“.

Teddy Jaans