Luxemburg setzt auf ein breites Testprogramm, dies sagte Paul Wilmes, Professor an der Universität Luxemburg und Mitglied der Covid-19-Task-Force am Dienstag auf RTL. Oberstes Ziel der Testreihen ist es, inkektiöse Personen zu isolieren und somit die Verbreitung des Virus einzuschränken. Luxemburg verfügt über 1,7 Millionen Tests. Der Forscher unterstrich dabei, dass auch asymptomatische Personen - Menschen, die sich infiziert haben, jedoch keine Pathologie entwickeln - das Virus übertragen können. Aus diesem Grund machen die Tests Sinn, auch wenn sie nur eine "Momentaufnahme" darstellen, also Auskunft geben, ob ein Mensch zu einem bestimmten Zeitpunkt infiziert ist oder nicht.
Kontingentweise soll während der kommenden Wochen auf sehr breiter Basis getestet, wobei Wilmes einen Aufruf an die Menschen richtete, möglichen Aufforderungen, sich testen zu lassen, auch nachzukommen. Mittelfristig könne man die derzeitigen Kapazitäten von 1.500 Einheiten pro Tag auf 20.000 hochfahren.
Konkrete Angaben zur Antikörper-Studie CON-VINCE wollte der Mann nicht machen, er ließ aber durchblicken, dass man von einer Dunkelziffer von 10 ausgehen könne, was bedeutet, dass zehnmal mehr Menschen schon Antikörper in sich trügen, als die Zahl der offiziellen Infektionen. Sie sind mit hoher Wahrscheinlichkeit immun gegen das Corona-Virus.