Der rechte brasilianische Präsident Jair Bolsonaro sorgt mit Äußerungen in der Corona-Krise erneut für Aufsehen. „Und? Es tut mir leid. Was soll ich tun? Ich bin Messias, aber ich vollbringe keine Wunder“, antwortete er vor der Präsidenten-Residenz in Brasília am Dienstag auf die Frage eines Journalisten zu den neuen, dramatischen Fallzahlen in Brasilien. Er spielte damit auf seinen zweiten Vornamen Messias an.
Das größte Land in Lateinamerika hatte 474 Todesfälle durch das Coronavirus innerhalb von 24 Stunden registriert. Das ist die höchste Zahl für diesen Zeitraum seit Beginn der Covid-19-Pandemie.
Bolsonaro hatte das Coronavirus schon zuvor verharmlost. Er hält nichts von Einschränkungen und fordert eine Rückkehr zur Normalität. Im Streit über den richtigen Umgang mit dem Virus entließ der Rechtspopulist Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta, der eine strenge Linie vertreten hatte.