Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Russlands Präsident Wladimir Putin die arbeitsfreie Zeit um gut zwei Wochen verlängert. Diese Regelung gelte nun
bis einschließlich 11. Mai, sagte der Kremlchef am Dienstag bei einer im Staatsfernsehen übertragenen Videokonferenz.
Damit wären viele Russen dann insgesamt sechs Wochen bei vollem Lohnausgleich zu Hause. Erst nach dieser Zeit werde es schrittweise Lockerungen geben, meinte Putin.
Viele Russen sind bereits seit Ende März im Zwangsurlaub. Nicht wenige befürchten, dass sie nach Lockerung der Maßnahmen in die Arbeitslosigkeit abrutschen. Prognosen zufolge könnten künftig bis zu neun Millionen Menschen ohne Arbeit sein.
In vielen Regionen des Landes gelten Ausgangsbeschränkungen. Auch diese wurden etwa in der Millionenmetropole Moskau um zwei weitere Wochen verlängert, wie Bürgermeister Sergej Sobjanin mitteilte.
Im flächenmäßig größten Land der Erde sind
die Infektionszahlen zuletzt rasant gestiegen - mit leichter zeitlicher Verzögerung zu den westeuropäischen Ländern. Am Dienstag gab es landesweit der amtlichen Statistik zufolge
mehr als 93 500 Corona-Fälle, rund 6400 mehr als am Tag zuvor. 867 Infizierte starben bisher. Die Zahl der Genesenen wurde mit mehr als 8400 angegeben.
dpa