Lettland will in der kommenden Woche eine Entscheidung über seinen Weg aus dem Corona-Notstand treffen. Die Regierung des baltischen EU-Landes plane am 7. Mai die bestehenden Beschränkungen zu überprüfen, sagte Ministerpräsident Krisjanis Karins am Dienstag in Riga. Diskutiert werden soll, welche davon unter Berücksichtigung der Gesundheit und Sicherheit der Gesellschaft schrittweise gelockert werden können. Nach Angaben von Gesundheitsministerin Ilze Vinkele will sich die Regierung bei ihren Entscheidungen von einem sogenannten 4x4-Modell leiten lassen. Bewertet werden sollen mögliche Lockerungen demnach über einen Zeitraum von vier Wochen anhand von vier Faktoren: der epidemiologischen Situation, der Belastung des Gesundheitssystems, der Situation im Ausland und der öffentlichen Sicherheit.
Lettland mit knapp 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 836 bestätigte Infektionen und 13 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatte die Regierung einen bereits einmal verlängerten Notstand bis zum 12. Mai ausgerufen. Während des Ausnahmezustands steht das öffentliche Leben weitestgehend still.