Der Zürcher „Tages-Anzeiger“ kommentiert am Freitag die Bemühungen der EU um ein europäisches Antikrisenprogramm zur Corona-Pandemie:
„Wo die Europäer sicher Nachholbedarf haben, ist in Selbstdarstellung und in Kommunikation. Die enorme Summe von einer halben Billion Euro kann ab Juni an Mitteln für Kurzarbeiter, Unternehmen und Spitäler fließen, viele Regeln sind außer Kraft gesetzt, und die Euronotenbank steht auch bereit. Doch die Ergebnisse werden in endlosen Videokonferenzen zerredet.
Auch bei den 1,5 Billionen Euro für den Wiederaufbaufonds wird die falsche Diskussion über Solidarität geführt. Die Europäer kommen nur gemeinsam aus der Corona-Krise - oder gar nicht. Deshalb ist es im aufgeklärten Eigeninteresse der Nordeuropäer, den stärker betroffenen Südeuropäern beizustehen. Sonst bekommen die Untergangspropheten am Ende doch noch recht.“