Letztes Update:
20200519144319

Warnung vor Cyber-Betrügern

09:43
23.04.2020
Cyberkriminelle nutzen die Corona-Krise nach einer Untersuchung von Experten zunehmend für Betrügereien. Seit Jahresbeginn wurden zigtausende problematische Internetseiten im Zusammenhang mit der Pandemie registriert, wie aus einer Untersuchung des Cybersicherheitsunternehmens Palo Alto Networks hervorgeht. Insgesamt identifizierten die Experten vom 1. Januar bis 31. März 116 357 neue Domainnamen im Zusammenhang mit Corona. Davon wurden 2022 als „bösartig“ eingestuft, weitere 40 261 als „risikoreich“.

Dabei stellte das Unit 42 genannte Team des Unternehmens zur Bedrohungserkennung verschiedene Kampagnen fest: So gab es Phishing-Angriffe über Mails mit Links zu gefälschten Seiten, die Zugangsdaten abschöpfen sollten oder sogenannte Skimmer, die Kreditkarteninformationen abgreifen sollten. Außerdem versuchten Seiten auch direkt, die Rechner der Nutzer zu infizieren.

Die Experten fanden zudem betrügerische Webshops, die besonders gefragte Artikel wie Gesichtsmasken oder Desinfektionsmittel scheinbar sehr billig anboten. Palo Alto Networks warnt in diesem Zusammenhang vor Angeboten, die „zu schön sind, um wahr zu sein“. Weitere problematische Seiten waren illegale Apotheken oder Versuche, Kunden zu verängstigen und zum Kauf von E-Books mit Corona-Bezug oder anderen Produkten zu drängen.

Teddy Jaans

Foto: DPA Jose Luis Martinez Almeida (3.v.r), Bürgermeister von Madrid, applaudiert nach einer Schweigeminute mit anderen politischen Vertretern vor einer schwarzen Schleife, die an der Puerta de Alcala in Madrid zum Gedenken an die an Covid-19 gestorbenen Menschen angebracht wurde.

Mahnmal in Madrid

09:08
23.04.2020
Eine große schwarze Trauerschleife an der Puerta de Alcalá in Madrid erinnert seit Donnerstag an die fast 22 000 Corona-Toten des Landes. Das meterhohe Transparent wurde am Morgen bei einer feierlichen Zeremonie angebracht. Anschließend nahm Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida an einer Schweigeminute teil. Die Puerta de Alcalá ist eines der Wahrzeichen der spanischen Hauptstadt - ähnlich dem Brandenburger Tor in Berlin oder dem Arc de Triomphe in Paris.

Spanien ist mit fast 210 000 Corona-Infizierten eines der am stärksten von der Pandemie getroffenen Länder. Inzwischen sinken jedoch die Zahlen der Neu-Infizierten und der Toten durch das Virus Sars-CoV-2. Der nationale Notstand war am Vorabend zum dritten Mal um weitere zwei Wochen bis einschließlich 9. Mai verlängert worden.

Teddy Jaans