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Ex-Trump-Anwalt Cohen kommt wegen Corona vorzeitig aus Haft

05:26
17.04.2020
Der frühere Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, soll laut einem Medienbericht wegen der Corona-Pandemie vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Wie der Sender CNN am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf dessen Anwalt Roger Adler berichtete, informierte die US-Bundesgefängnisbehörde Cohen bereits entsprechend.

In dem Gefängnis in Otisville im Bundesstaat New York, wo Cohen bis November 2021 seine dreijährige Haftstrafe verbüßen sollte, seien mehrere Insassen und Mitarbeiter positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden, hieß es. Nach einer 14-tägigen Quarantäne werde der Ex-Anwalt den Rest seiner Strafe im Hausarrest verbringen dürfen. Ein genaues Datum für die Entlassung wurde nicht genannt.

Cohen hatte sich 2018 vor Gericht wegen mehrerer Vergehen schuldig bekannt, unter anderem wegen einer Falschaussage vor dem Kongress und wegen Verstößen gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung. Bei Letzterem handelte es sich um Schweigegeldzahlungen, die Cohen nach eigener Aussage im Auftrag von Trump ausgeführt hatte. Im Dezember 2018 wurde der Ex-Anwalt zu drei Jahren Haft verurteilt. Cohen hat mehr als ein Jahrzehnt für Trump gearbeitet und war eine zentrale Figur in mehreren Affären um den Präsidenten.

Sarah Cames

Zahlen in Wuhan korrigiert: 1290 Tote mehr als bisher berichtet

05:10
17.04.2020
Die chinesische Stadt Wuhan hat die Zahl der Corona-Toten überraschend um rund 50 Prozent nach oben korrigiert. Wie die Behörden am Freitag berichteten, sind in der zentralchinesischen Metropole, in der die Pandemie ihren Ausgang genommen hatte, doch noch weitere 1290 Menschen in Folge der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Toten in Wuhan auf 3896 Tote. Bislang waren nur 2579 Tote berichtet worden. Die neuen Angaben bestätigen schon länger bestehende Vermutungen, dass in den offiziellen chinesischen Statistiken viele Fälle nicht mitgerechnet worden waren.

Es wurden mehrere Gründe für die erhebliche Korrektur genannt. So seien Patienten anfangs zuhause gestorben. Auch seien Krankenhäuser überfordert und Ärzte und medizinisches Personal mit dem Ansturm der Infizierten zu beschäftigt gewesen, "was zu verspäteten, fehlenden und falschen Berichten führte", wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Es gehe bei den neuen Daten auch um die "Glaubwürdigkeit der Regierung", zitierte die Agentur einen nicht genannten Offiziellen.

Die nationale Gesundheitskommission berichtete am Freitag 26 neue Infektionen, darunter 15 "importierte" Fälle mit Sars-CoV-2 bei Reisenden. In China haben sich nach diesen Angaben bislang mehr als 82.000 Menschen infiziert. Allein im schwer betroffenen Wuhan, wo das Virus möglicherweise schon im November ausgebrochen ist, wurden in der jetzt überarbeiteten Statistik 50.333 Fälle (plus 325) aufgeführt.

dpa