Letztes Update:
20200519144319

Zu Hause im Kinderheim: Wie das Virus den Alltag neu bestimmt

09:55
16.04.2020
"Ich vermisse meine Freunde", betont der 16-jährige Sven. Seit vier Jahren lebt er mit seinem jüngeren Bruder in einem Kinderheim in Schifflingen. Die Pandemie hat den Alltag der Jungen verändert - vor allem der Kontakt mit Freunden fehlt ihnen.

Sarah Cames

Gewerkschaften: Rückkehr in die Schule nicht auf Kosten der Gesundheit

09:30
16.04.2020
Der Bildungsminister Claude Meisch hat die Gewerkschaftsvertreter der APESS, FéDUSE/EnseignementCGFP, SEW/OGBL und SNE/CGFP am Mittwoch in einer Videokonferenz über den Ablauf der Wiederaufnahme des Schulbetriebs aufgeklärt.

Man vertraue darauf, dass die Regierung sich von Experten beraten gelassen habe und aus diesen Erkenntnissen die richtigen Entscheidungen getroffen habe, insbesondere was die sanitären Vorsichtsmaßnahmen anbelangt.

Allerdings müsse auch bei einer Lockerung der Maßnahmen die Gesundheit der Bevölkerung "vor jeglichen wirtschaftlichen Überlegungen" stehen. Das Virus mache auch vor jungen Menschen nicht halt. Die Rückkehr zum Unterricht sei daher vor allem ein Problem für Schüler, die zu den Risikogruppen zählen, oder mit Menschen zusammen leben, die besonders gefährdet sind.

Das Gleiche gelte auch für das Lehrpersonal. Es sei begrüßenswert, dass gefährdete Lehrer auch zukünftig nicht in direktem Kontakt zu den Schülern stehen müssten, allerdings blieben noch viele Fragen offen: 
  • Wie kann der Schutz der Lehrer und Schüler gewährleistet werden?
  • Wie kann die Einhaltung der Distanzierung und der Hygienemaßnahmen garantiert werden?
  • Wie soll mit Ausfällen beim Lehrpersonal umgegangen werden?

Es gebe noch viele organisatorische Fragen zu klären. Um 14 Uhr hält Bildungsminister Claude Meisch eine Pressekonferenz, in der es unter anderem um die sukzessive Wiederaufnahme des Schulbetriebs geht. Die Pressekonferenz können Sie auf Wort.lu live im Stream und im Ticker verfolgen.

Sarah Cames

Ab Montag: Maskenpflicht im öffentlichen Transport

08:51
16.04.2020
Am Mittwoch kündigte Premierminister Xavier Bettel eine allgemeine Maskenpflicht in Luxemburg an, die überall dort, wo der Sicherheitsabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann, zum Tragen kommt.

Das gilt auch für den öffentlichen Transport: In Bus, Bahn und Tram müssen sämtliche Fahrgäste ab dem 20. April einen Mundschutz tragen. Dieser kann mehrere Formen annehmen. Medizinische Masken, selbstgefertigte Masken, Buffs oder Schals sind zulässig, sofern sie Mund und Nase vollständig abdecken. Die gleichen Sicherheitsmaßnahmen gelten auch für das Fahrpersonal.

Die Vordertüren der Busse bleiben auch weiterhin geschlossen und auch die erste Reihe hinter dem Fahrersitz bleibt abgesperrt. In Zugabteilen der 1. Klasse werden keine Fahrkarten verkauft.

Sarah Cames