Letztes Update:
20200519144319

Offener Brief an Arbeitsminister Kersch: Verbände fordern mehr Unterstützung für Selbstständige

07:51
16.04.2020
In einem scharf formulierten offenen Brief an Arbeitsminister Dan Kersch fordern die Präsidenten der Fédération Nationale des Hôteliers Restaurateurs et Cafetiers (Horesca), der Conféderation Luxembourgeoise du Commerce (CLC) und der Féderation des Artisans (FDA) mehr Rücksichtnahme auf Freiberufler und Selbstständige in der Corona-Krise.

"Selbstständige - im Gegensatz, zu dem, was Sie zu glauben scheinen - laufen ebenfalls Gefahr, arbeitslos zu werden", so die Präsidenten der drei Verbände in ihrem Schreiben an den Minister. Daher könnten Freiberufler auch Arbeitslosengeld beziehen, wenn auch unter anderen Konditionen als Angestellte. "Die Unkenntnis über Ihre eigenen Texte überrascht uns", so Fernand Ernster (CLC), Michel Reckinger (FDA) und Alain Rix (Horesca) ferner.

Man verlange nicht viel - bloß, dass Selbständige gleich behandelt werden, wie andere Arbeitende auch. "Selbständige haben auch Familien zu ernähren, Mieten und persönliche Darlehen zu zahlen."

Sarah Cames

Féderation des Artisans: Congé Collectif momentan "schwer vorstellbar"

07:24
16.04.2020
Der Generalsekretär der Handwerkerfederation, Romain Schmit, hat am Donnerstagmorgen im RTL-Interview unter anderem über die Vorbereitungsmaßnahmen im Sektor geredet. Schon in den vergangenen zwei Wochen sei sich auf eine Wiederaufnahme vorbereitet worden. Am kommenden Montag sollen die Baustellen wieder eröffnet werden. Das kündigte Premierminister Xavier Bettel am Mittwochabend in einer Pressekonferenz an.

Bei den meisten Arbeitsvorgängen auf den Baustellen sei die Abstände zu anderen Arbeitern problemlos einzuhalten. Wo das nicht möglich ist, müsse man auf persönliche Schutzausrüstung zurückgreifen. Die Regierung dabei Unterstützung zugesagt.

Derzeit werde über den Congé Collectiv diskutiert. Schmit sagte am Donnerstag, die Féderation des Artisans könne sich "sehr schwer vorstellen", dass der im Sommer übliche Congé Collectiv noch einzuhalten sei. In der Frage werde mit den Gewerkschaften nach Lösungen gesucht. Einige Betriebe würden die Krise wohl auch nicht überstehen.

Sarah Cames