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Worms: Zahl der Corona-Fälle in Seniorenpflegeheim steigt auf 33

11:03
15.04.2020
In einem Seniorenpflegeheim in Worms hat sich die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen auf insgesamt 33 erhöht. Mittlerweile seien 20 Mitarbeiter und 13 Bewohner infiziert, sagte eine Sprecherin des Landkreises Alzey-Worms am Mittwoch.

Am 6. April hatte die Behörde mitgeteilt, dass 18 Mitarbeiter und 9 Bewohner positiv getestet worden seien. Zuvor war ein infizierter Bewohner gestorben - allerdings gilt als unklar, ob er an dem neuartigen Coronavirus starb oder an einer Vorerkrankung. Im Heim leben der Behörde zufolge rund 150 Menschen, darunter viele Demenzkranke. Für Besucher ist das Haus seit 15. März geschlossen.

dpa/lrs

Deutschland verlängert Grenzkontrollen um weitere 20 Tage

10:29
15.04.2020
Die in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen an deutschen Grenzen sollen nach dem Willen des Innenministeriums für weitere 20 Tage gelten. Das verlautete am Mittwoch aus Sicherheitskreisen. Über Einzelheiten wollte Bundesinnenminister Horst Seehofer noch mit den Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer sprechen.

Die Kontrollen waren vor einem Monat eingeführt worden. Seither werden die Grenzen zu Luxemburg, Österreich, Frankreich, Dänemark und der Schweiz überwacht. An den Übergängen nach Belgien und in die Niederlande wird hingegen nicht kontrolliert. Allerdings wurde auch in diesen Abschnitten die Überwachung im 30-Kilometer-Grenzraum intensiviert.

Menschen, die weder Deutsche noch dauerhaft in Deutschland ansässig sind, dürfen wegen der Corona-Pandemie seit Mitte März nur noch aus einem "triftigen Reisegrund" nach Deutschland kommen. Die Einreise ist zudem nur über bestimmte Grenzübergänge möglich.

Sarah Cames

Allgemeine Kritik an US-Zahlungsstopp an die WHO

10:17
15.04.2020
Nachdem der US-Präsident Donald Trump am Dienstagabend angekündigt hat, die US-Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation wegen ihrer "schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus" aussetzen zu wollen, hagelt es weltweit Kritik.

UN-Generalsekretär António Guterres erklärte am Mittwoch, es sei "nicht die Zeit, Ressourcen für die Anstrengungen der WHO oder irgendeiner anderen humanitären Organisation im Kampf gegen das Virus zu reduzieren."

Der deutsche Bundesaußenminister Heiko Maas äußerte sich ähnlich: "Eine der besten Investitionen im Kampf gegen die Pandemie ist es, die Vereinten Nationen, allen voran die unterfinanzierte Weltgesundheitsorganisation, zu stärken - zum Beispiel bei der Entwicklung und Verteilung von Tests und Impfstoffen." Es müsse bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie eine enge internationale Zusammenarbeit geben. "Gegenseitige Schuldzuweisungen helfen in der Coronakrise nicht."

Der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow nahm derweil kein Blatt vor den Mund: "Das ist der Ausdruck eines äußerst egoistischen Herangehens der amerikanischen Regierung gegenüber dem, was in der Welt im Zusammenhang mit der Pandemie geschieht." Er rief dazu auf, "weitere Angriffe" auf die WHO zu unterlassen.

Der chinesische Außenamtssprecher Zhao Lijian sagte sich über die Entscheidung der USA "ernsthaft besorgt". China fordere die USA "nachdrücklich" auf, ihren Verantwortungen und Verpflichtungen nachzukommen. 

Sarah Cames