Nachdem der US-Präsident Donald Trump am Dienstagabend angekündigt hat, die US-Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation wegen ihrer
"schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus" aussetzen zu wollen, hagelt es weltweit Kritik.
UN-Generalsekretär António Guterres erklärte am Mittwoch, es sei "nicht die Zeit, Ressourcen für die Anstrengungen der WHO oder irgendeiner anderen humanitären Organisation im Kampf gegen das Virus zu reduzieren."
Der deutsche Bundesaußenminister Heiko Maas äußerte sich ähnlich: "Eine der besten Investitionen im Kampf gegen die Pandemie ist es, die Vereinten Nationen, allen voran die unterfinanzierte Weltgesundheitsorganisation, zu stärken - zum Beispiel bei der Entwicklung und Verteilung von Tests und Impfstoffen." Es müsse bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie eine enge internationale Zusammenarbeit geben. "Gegenseitige Schuldzuweisungen helfen in der Coronakrise nicht."
Der
russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow nahm derweil kein Blatt vor den Mund: "Das ist der Ausdruck eines äußerst
egoistischen Herangehens der amerikanischen Regierung gegenüber dem, was in der Welt im Zusammenhang mit der Pandemie geschieht." Er rief dazu auf, "weitere Angriffe" auf die WHO zu unterlassen.
Der
chinesische Außenamtssprecher Zhao Lijian sagte sich über die Entscheidung der USA "ernsthaft besorgt". China fordere die USA "nachdrücklich" auf, ihren Verantwortungen und Verpflichtungen nachzukommen.
Sarah Cames