Am Mittwochmorgen sprach Alain Rix, der Präsident des Dachverbands der Hoteliers, Restaurateure und Cafetiers (Horesca) im RTL-Interview über die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Gastronomiesektor in Luxemburg.
"Die Verluste können nicht mehr eingeholt werden", so Rix. Auch nach der Krise würden wahrscheinlich nicht mehr Leute Restaurants aufsuchen, als davor, daher seien die Verluste als solche abzuschreiben. Trotzdem ging vom Präsident ein Appell an die Bevölkerung, lokal zu konsumieren und auch mal einen Urlaub im eigenen Land zu verbringen.
Wie schwer die Krise den Sektor letztendlich treffen wird, sei noch nicht abzusehen, so der Präsident der Horesca. Aber eines sei klar:
"Unsere Betriebe schaffen es nicht mehr lange. Noch ein bis zwei Wochen, dann ist Feierabend." Dies treffe vor allem auf kleinere Unternehmen zu.
Rix schätzt, dass im Zuge der Krise zwischen 15 und 20 Prozent der Betriebe in dem Sektor, in dem rund 20.000 Menschen arbeiten, pleitegehen könnten.Einer überstürzten Exit-Strategie steht der Präsident zwiespältig gegenüber. Natürlich würde eine baldige Rückkehr zur Normalität die wirtschaftlichen Schäden eindämmen.
Allerdings bestehe bei einer verfrühten Lockerung der Maßnahmen die Gefahr, dass sich das Virus trotz des anderthalbmonatigen Lockdowns wieder rasant ausbreitet."Es wird nie wieder so, wie es einmal war", so der Präsident. Auch wenn der Gastronomiesektor den Betrieb wieder aufnehmen kann, müssten trotzdem strenge Hygienemaßnahmen zum Schutz von Kunden und Mitarbeitern eingehalten werden-
Sarah Cames