Letztes Update:
20200519144319

Boeing verlängert Produktionsstopp

05:09
06.04.2020
Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing unterbricht die Arbeit in seinen Werken in der Region Puget Sound und Moses Lake im Bundesstaat Washington aufgrund der Coronavirus-Krise für unbestimmte Zeit. Dieser Schritt hänge unter anderem mit der Ausbreitung von Covid-19 in der Region und Unterbrechungen in den Lieferketten zusammen, teilte Boeing in der Nacht zu Montag mit. Während der Schließung würden weitere Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Mitarbeiter umgesetzt.
Eigentlich hätten diese Boeing-Werke an diesem Dienstag wieder geöffnet werden sollen, nach der Schließung vor gut zwei Wochen. In der Puget-Sound-Region beschäftigt Boeing knapp die Hälfte aller seiner Mitarbeiter. Diese Region ist eines der Epizentren der Corona-Ausbreitung in den USA.
Wegen eines Fertigungsstopps bei dem nach zwei Flugzeugabstürzen weltweit mit Startverboten belegten Bestsellers 737 Max ist die Produktion des Airbus-Rivalen seit Januar ohnehin schon stark eingeschränkt. Boeing ist aufgrund der 737-Max-Krise und der enormen Belastungen durch die Ausbreitung des Coronavirus für die Luftfahrtindustrie in argen Nöten.

dpa

Covid-19 bei Tiger nachgewiesen

05:07
06.04.2020
Ein Tiger in einem Zoo in New York hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Die vier Jahre alte malaysische Tigerkatze Nadia sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Bronx Zoo am Sonntag mit. „Es ist - unseres Wissen nach - das erste Mal, dass ein wildes Tier sich durch einen Menschen mit Covid-19 angesteckt hat“, sagte der leitende Tierarzt des Zoos, Paul Calle, dem Magazin „National Geographic“.
Wahrscheinlich habe ein Pfleger das Virus in sich getragen, aber keine Symptome gezeigt. Der Zoo ist wegen der Corona-Krise seit rund drei Wochen für Besucher geschlossen.
Nadia habe einen trockenen Husten entwickelt und sei deshalb vorsichtshalber getestet worden. Auch ihre Schwester Azul sowie zwei Sibirische Tiger und drei Löwen zeigten Symptome, seien aber nicht getestet worden. Die Tiere hätten etwas weniger Appetit, ansonsten gehe es ihnen aber gut, hieß es. Man wisse nicht, wie sich die Krankheit bei Großkatzen entwickle und werde die Tiere genau beobachten, erwarte aber eine vollständige Genesung.

dpa