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Messe ohne Gläubige: Papst läutet Osterwoche in Corona-Zeiten ein

13:55
05.04.2020
Papst Franziskus hat wegen der Corona-Pandemie unter ungewöhnlichen Umständen am Palmsonntag die Messe gelesen und damit die Karwoche eingeleitet. Nur einige Priester, Nonnen und andere Gläubige sowie ein Chor konnten im Petersdom in Rom dem Gottesdienst hinter verschlossenen Türen beiwohnen. Auf einem der Fotos war der 83-jährige Franziskus zu sehen, wie er einen Palmzweig während der Messe hält. Wegen der in Italien besonders schlimm grassierenden Corona-Pandemie hatte der Vatikan das diesjährige Programm zur Osterwoche zusammengestrichen. Die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen.
„Wir werden die Karwoche auf wirklich ungewöhnliche Weise feiern“, sagte der 83-jährige Franziskus am Freitag mit Blick auf die Corona-Pandemie. Traditionelle Veranstaltungen wie die Karfreitagsprozession fallen ganz aus. Der für gewöhnlich von vielen Menschen besuchte Petersplatz ist im Zuge der allgemeinen Ausgangssperre in Italien gesperrt. Der Palmsonntag erinnert der Bibel zufolge an den Einzug Jesu Christi in Jerusalem, als Menschenmengen ihn feierten und mit Palmzweigen wedelten. Wenige Tage später wurde er gekreuzigt.
Im Zuge der Corona-Pandemie hatte der Papst am 27. März in einer einmaligen Geste den Sondersegen „Urbi et Orbi“ (der Stadt und dem Erdkreis) gespendet und die Menschen zu mehr Zusammenhalt in der Krise aufgerufen. 

Höhepunkt in Luxemburg in etwa zwei Wochen erwartet

08:51
05.04.2020
Der Höhepunkt bei den Covid-19-Neuinfektionen wird in Luxemburg Mitte April erwartet. Das erklärte Gesundheitsministerin Paulette Lenert am Sonntagvormittag bei "Radio 100,7". In Bezug auf die Erkrankten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, werde es vermutlich ab dann weitere zehn bis 14 Tage dauern, bis sich die Situation entspanne. Es handle sich jedoch um "hypothetische Hochrechnungen", schränkte Lenert ein. Man habe im Lauf dieser Krise schon einige Überraschungen erlebt.

Luxemburgs Gesundheitssektor sei gut gerüstet, um den Patientenansturm zu bewältigen, betonte die LSAP-Ministerin. Man habe Kapazitäten, um 2.700 Covid-19-Erkrankte sowie 300 komplizierte Fälle zu versorgen. Derzeit befinden sich 230 mit dem Corona-Virus infizierte Menschen in Luxemburg in klinischer Behandlung, 45 brauchen intensivmedizinische Betreuung.

"Anscheinend haben die Eindämmungsmaßnahmen gewirkt", so die Ministerin im Hinblick auf die Kurve der Neuinfektionen, die sich zunehmend abflache. Es konnte verhindert werden, dass sich das Virus explosionsartig verbreitet. Es sei noch nicht der richtige Moment, um die strengen Corona-Vorschriften zu lockern. "Die Bürger müssen sich noch gedulden." Die Regierung arbeite intensiv an einer Exit-Strategie. Eine Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen sei derzeit nicht vorgesehen - außer, die Situation würde sich bedeutend verschlechtern.

In Luxemburg wurden bislang 2.729 Coronavirus-Fälle nachgewiesen, es gab 31 Todesfälle. Die täglichen Zuwachsraten bei den neuen Fällen hatten sich in der vergangenen Woche merklich verringert. Allerdings ging die Zahl der Hospitalisierungen bis Freitagabend nach oben.

Jörg Tschürtz