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20200519144319

Pressestimmen III

07:49
04.04.2020
Zu den politischen Auswirkungen der Corona-Pandemie meint die „Neue Zürcher Zeitung“ am Samstag:

„In Italien hört man von Krawallmacher Matteo Salvini weniger als sonst. In Deutschland hat die AfD in Umfragen an Zustimmung verloren. Nimmt die Corona-Krise Populisten den Wind aus den Segeln? Zeigt sie deren Grenzen auf, ja könnte sie gar deren politisches Ende bedeuten? Wer diesen Gedanken verlockend findet, sollte sich nicht zu früh freuen. (...)

Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie sind gravierend. Können Massenarbeitslosigkeit und Armut nicht verhindert werden, liefert das populistischen Politikern fruchtbaren Boden. Zudem wirkt die Corona-Krise schon jetzt wie ein Vergrößerungsglas auf soziale Ungleichheiten: zwischen jenen, die die Ausgangssperre in ihren Ferienhäusern auf dem Land abwarten, und jenen, die zu viert oder fünft in Zweizimmerwohnungen festsitzen. Jede Polarisierung der Gesellschaft suchen Populisten für sich zu nutzen. Jeder Anlass für Misstrauen in der Bevölkerung kann den populistischen Oppositionsparteien in die Hände spielen.“

Jörg Tschürtz