Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat sich für die grenzübergreifende Unterstützung anderer Länder im Kampf gegen das Coronavirus bedankt. "Vielen Dank an unsere europäischen Nachbarn", schrieb Macron am Montag auf Twitter mit Blick auf die Aufnahme-Angebote für französische Notfallpatienten aus der Region Grand Est aus Luxemburg, Deutschland und der Schweiz. "Europäische Solidarität rettet Leben", schrieb Macron.
In einer Pressekonferenz am Sonntagnachmittag sprach Gesundheitsministerin Paulette Lenert auch die Situation jenseits der luxemburgischen Grenze an: "Es gibt auch in unseren Nachbarländern desaströse Zustände", so Lenert, "Beispielsweise im Elsass. Wir haben angeboten zu helfen und können den ein oder anderen Patienten aufnehmen." Sie bezeichnete die Hilfestellung unter Nachbarn als Akt der europäischen Solidarität. "Unsere Nachbarn haben Probleme, die wir hoffen, bei uns vermeiden zu können."
Vor allem im Département Haut-Rhin und in der gesamten ostfranzösischen Region Grand Est ist die Zahl der Corona-Infektionen dramatisch gestiegen. Der regionalen Gesundheitsbehörde zufolge werden dort derzeit fast 2000 Menschen in Krankenhäusern behandelt, davon 480 auf Intensivstationen. In der Region sind demnach seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 270 Menschen gestorben.
Luxemburg hat sich bereit erklärt, sieben Patienten aufzunehmen. Deutschland nimmt 13 Schwerkranke auf, die Schweiz zwei.