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Michèle Gantenbein Ein ungewohnter Anblick: Die Grenzbrücke zwischen Remich und Nennig ist abgesperrt.

Militärwagen bringen erneut Särge aus Bergamo

12:38
21.03.2020
Für die vielen Covid-19-Toten gibt es in der italienischen Stadt Bergamo seit langem keinen Platz mehr - erneut müssen daher Militärwagen die Särge in andere Städte bringen. Rund 70 Särge seien in der Nacht zu Samstag weggebracht worden, damit sie in einer anderen Provinz verbrannt werden können, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Allein am Freitag seien fast 90 Menschen in Bergamo gestorben. Die Provinz in der norditalienischen Lombardei ist die am schwersten betroffene in Italien. Mehr als 5100 Menschen sind infiziert, und es wird mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet.

„Wir hoffen, dass wir bald Licht am Ende des Tunnels sehen, bisher sehen wir es noch nicht“, sagte Bürgermeister Giorgio Gori. Strikte Ausgangssperren und andere Maßnahmen zeigten leider noch nicht ihren Effekt. In der Gegend soll jetzt ein Feldkrankenhaus die Not der vollkommen überlasteten Kliniken lindern.

Sarah Cames

STRINGER / ANSA / AFP In einem Zelt vor einem Krankenhaus in Bergamo stehen mehrere Särge.
STRINGER / ANSA / AFP Särge stehen in einer Kapelle im italienischen Bergamo.