Letztes Update:
20220127220332

19:03
08.06.2021
Der europäische Gemeinschaftshaushalt für das kommende Jahr soll nach einem ersten Entwurf der EU-Kommission rund 167,8 Milliarden Euro umfassen. Nicht eingerechnet sind zusätzliche Corona-Hilfen in Höhe von schätzungsweise 143,5 Milliarden Euro. "Heute schlagen wir finanzielle Unterstützung in beispiellosem Umfang vor, um die Wirtschafts- und Gesundheitskrise überwinden zu können", kommentierte der zuständige EU-Haushaltskommissar Johannes Hahn. Man werde in ein "widerstandsfähiges Europa" investieren, das durch grünen und digitalen Wandel modernisiert werde.
Über den EU-Haushalt werden neben dem Personal der Institutionen Beihilfen für Landwirte und strukturschwache Regionen in der EU finanziert. Zudem gibt es zum Beispiel Milliardenbeträge für die Forschungsförderung, den Schutz der Außengrenzen und humanitäre Hilfe in Drittländern. Im Vergleich zu 2021 liege die für rechtlich bindende Zusagen über Ausgaben vorgesehene Summe für 2022 um 2,2 Prozent höher, so Hahn.

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18:40
08.06.2021
Der Virologe Christian Drosten warnt vor Rückschlägen für die Corona-Impfkampagne über den Sommer in Deutschland. Man müsse aufpassen, dass die Menschen künftig nicht nachlässig würden und sich zum Beispiel die Zweitimpfung nicht mehr abholten, weil sie keine Lust mehr hätten oder es zu kompliziert sei, sagte der Leiter der Virologie der Berliner Charité im Podcast "Coronavirus-Update" (NDR-Info). "Solche Dinge dürfen einfach nicht eintreten. Das wird, glaube ich, die nächste große Aufgabe sein."
Drosten erwartet demnach in einigen Wochen eine Diskussion über die Förderung der Impfbereitschaft. Ziel seien mindestens 80 Prozent Zweifachimpfungen, zumindest in der "impffähigen erwachsenen Bevölkerung", erinnerte er. Auch nach der Aufhebung der festgelegten Reihenfolge seit Montag bleibe es zunächst noch wichtig, die Gruppen zu impfen, in denen dies wegen des erhöhten Covid-19-Risikos dringlich sei. Das Augenmerk müsse im Moment noch auf der Versorgung der Menschen ab Mitte 40 liegen, so Drosten. Aktuell liegt der Anteil der vollständig Geimpften in der Bevölkerung bei knapp 22 Prozent.

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