Die
Berliner Staatsanwaltschaft vermutet, dass Informationen über einen Haftbefehl gegen den Verschwörungserzähler
Attila Hildmann aus den eigenen Reihen unzulässig weitergereicht wurden. Es werde gegen Unbekannt wegen
Verletzung von Dienstgeheimnissen ermittelt, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Zuvor hatte die
Süddeutsche Zeitung berichtet. Hildmann ist seit Monaten in der Türkei, ein Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts der Volksverhetzung kann deshalb nicht vollstreckt werden. Der 40-Jährige hat laut Staatsanwaltschaft neben der deutschen auch die türkische Staatsbürgerschaft. Mit seiner Rückkehr sei derzeit nicht zu rechnen.
Es gebe aber keinen Zusammenhang zwischen der Weitergabe von Informationen und der Flucht von Hildmann, hieß es. Dieser habe sich bereits "geraume Zeit"
vor Erlass des Haftbefehls ins Ausland abgesetzt. In dem Ermittlungsverfahren gegen Hildmann überprüft die Berliner Anklagebehörde mehr als 1000 Äußerungen. Es geht dabei neben dem
Verdacht auf Volksverhetzung auch um den
Verdacht der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Früher als veganer Kochbuchautor und Fitness-Guru bekannt, nennt Hildmann sich selbst "ultrarechts" und einen Verschwörungsprediger. Er trat bei
Protesten gegen die Corona-Schutzmaßnahmen auf.