Der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergej Naryschkin, hat der EU eine Blockade gegen die in Moskau entwickelten Impfstoffe gegen das Coronavirus vorgeworfen. "Dahinter steckt eine unfreundliche Konkurrenz, banale Korruption und eine unmenschliche Politik, bei der Krankheiten, das Leiden und der Tod von Menschen zweitrangig sind", sagte Naryschkin einer nun veröffentlichten Mitteilung der Auslandsspionage SWR zufolge. An erster Stelle stünden für die EU politische Motive, die Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik V in Europa zu verhindern.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft seit einigen Wochen eine mögliche Zulassung von Sputnik V, eine Entscheidung wird im Sommer erwartet.