Letztes Update:
20220127220332

18:35
17.05.2021
Deutschlands Kassenärzte wollen keine Impfnachweise für Millionen in Impfzentren geimpfte Bürgerinnen und Bürger ausstellen. "Es ist den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und deren Teams nicht zuzumuten, solche Nachweise nachträglich für Millionen bereits geimpfter Menschen auszustellen", sagt der stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Stephan Hofmeister, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Bisher wurden 40 Millionen Impfdosen verabreicht, davon knapp 30 Millionen in Impfzentren.
KBV-Chef Andreas Gassen sagt: "Der Impfnachweis ist ein Reisedokument, kein medizinisches Dokument." Es sei nicht Aufgabe der Ärzte, solche Nachweise auszustellen. "Die Arztpraxis ist kein zweites Bürgeramt."

18:18
17.05.2021
Der nordrhein-westfälische Justizminister Peter Biesenbach (CDU) will sich dafür einsetzen, dass Fälschungen von Impfausweisen mit Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren geahndet werden. "Wer ein gefälschtes Gesundheitszeugnis verwendet, gefährdet die Gesundheit der Menschen seiner Umgebung", sagt Biesenbach der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. "Das ist hochgradig kriminell."
Bislang seien solche Taten mit maximal einem Jahr Freiheitsstrafe geahndet worden. "Ich möchte hier aber eine Bestrafung wie bei der Urkundenfälschung erreichen. Deshalb werde ich mich bei der Justizministerkonferenz für einen Strafrahmen bis zu fünf Jahren einsetzen." 

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