Seit fast einem halben Jahr sitzen viele Kinder und Jugendliche wegen Corona größtenteils zu Hause. Der Deutsche Städtetag warnt vor den Langzeitfolgen und ruft die Bundesregierung dazu auf, schnell das geplante Corona-Aufholprogramm auf den Weg zu bringen, mit dem die negativen Folgen der Corona-Einschränkungen für die junge Generation abgefedert werden sollen.
Eine Umfrage des Digitalverbandes Bitkom zeigt zudem, dass es mit dem nun seit Dezember laufenden sogenannten Fern- oder Distanzunterricht aus Sicht vieler Eltern weiter ruckelt. Neben aufgebauten Lernrückständen bei Kindern und Jugendlichen gebe es "gravierenden" Einschränkungen in deren Alltag, sagt Städtetagsvizepräsident Markus Lewe. Vieles liege seit Monaten brach. Er nannte unter anderem fehlende Treffen mit Freunden, ausfallendes Training im Sportverein und unsichere Zukunftsperspektiven. "Das hinterlässt Spuren in Körper und Seele bei Millionen von Kindern und Jugendlichen." Kinder und Jugendliche müssten Psychologen aufsuchen. "Es entstehen echte Lebenskrisen." Und auch die Psyche von Eltern und denjenigen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun hätten, sei teilweise erheblich angegriffen.