Die Linke im Bundestag hält die Vorschläge des Bundes für einheitliche Corona-Regeln für "hoch problematisch". "Insbesondere die Frage der Ausgangssperren ist ein dermaßen tiefer Eingriff in die Bewegungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger, die nicht einfach en passant beschlossen werden kann", warnt der erste parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Jan Korte, in einem Brief an das Gesundheits- und das Innenministerium, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Kritisch sehe die Linksfraktion zudem, dass klare verpflichtende Regelungen für große Unternehmen fehlten, während im privaten Bereich massiv eingeschränkt werde. "Auffallend ist zudem die Widersprüchlichkeit mit Blick auf die Schulen", erklärt Korte. Darüber gelte es zu diskutieren. Die Fraktion werde sich in der kommenden Woche gleichwohl "aktiv und konstruktiv" an dem Verfahren beteiligen, sagt er zu.