Letztes Update:
20220127220332

16:28
02.04.2021
Die Zahl der Corona-Patienten, die eine Krankenhausbehandlung brauchen, ist in der Slowakei zum ersten Mal seit Jahresbeginn unter 3000 gesunken. Das teilt das Gesundheitsministerium in Bratislava mit. Zugleich überschritt die Zahl der bisher verabreichten Corona-Impfungen die Grenze von einer Million. Von den 5,5 Millionen Einwohnern des EU-Landes erhielten demnach bis Donnerstag knapp 740.000 eine erste Dosis, 263.000 Menschen bereits die zweite.
Anfang März hat die Slowakei auch 200.000 Dosen des in der EU nicht zugelassenen Impfstoffs Sputnik V aus Russland erhalten, setzt diesen aber vorerst nicht ein. Der Impfstoff-Kauf war einer von mehreren Streitpunkten, an denen die Regierungskoalition zuletzt zu zerbrechen drohte. Vorerst bereinigt wurde die Koalitionskrise durch die Ernennung des bisherigen Finanzministers Eduard Heger zum neuen Regierungschef.

16:05
02.04.2021
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, bezeichnet die "andauernden Überlastungsszenarien" in Krankenhäusern und auf Intensivstationen als "nicht zielführend". "Eine totale Überlastung unseres Gesundheitssystems oder gar Triage wird es in den kommenden Wochen absehbar nicht geben. Es droht auch kein Ende der Versorgung", sagt er der Bild. "Jeder Schwerkranke - egal ob Covid oder nicht - wird eine angemessene Versorgung in den Kliniken erhalten."
Selbst mehr Covid-Patienten als auf dem Höhepunkt der zweiten Welle "hieße keine Überlastung". "De facto haben wir mehr Kapazitäten auf den Intensivstationen als in der zweiten Welle. Das große Problem der Corona-Ausfälle und Quarantäne-Anordnungen innerhalb der Belegschaft fällt quasi weg." Zudem gebe es effektive Steuerungselement: "Im Notfall müssen wir die Regelversorgung wie in der ersten Welle herunterfahren und die Kapazitäten auf die Versorgung von Covid-Patienten konzentrieren." 

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15:43
02.04.2021
Der Impfstoff von Astrazeneca ist nicht mehr für Menschen unter 60 Jahren empfohlen - Bremer Epidemiologen warnen nun vor möglicherweise schlimmen Folgen dieser Entscheidung. "Wenn die geänderte Altersempfehlung für den Impfstoff von Astrazeneca zu einer weiteren Verzögerung der Impfkampagne führt, wird der Schaden dieser geänderten Empfehlung deutlich überwiegen", heißt es in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel, der von mehreren Forschern des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen unterschrieben ist. 
"In der jetzigen Situation ist es sehr kritisch, einseitige Entscheidungen zu treffen, die nur auf mögliche seltene Nebenwirkungen fokussieren, auch wenn diese Schicksale tragisch sind und man sie vermeiden möchte", heißt es weiter. Die Unterzeichner fordern "ein systematisches Abwägen des Schadens, der sich aus der möglichen seltenen Nebenwirkung ergeben kann, gegenüber dem Schaden, der sich durch eine Verzögerung der Impfkampagne ergeben wird".

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