Die katholische und die evangelische Kirche wollen nicht ohne weiteres auf Präsenzgottesdienste an Ostern verzichten. Man sei von der entsprechenden Bitte von Bund und Ländern überrascht worden, bekunden der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm.
Ostern sei das wichtigste Fest für die Christen und keine Nebensächlichkeit. "Darauf wollen wir Ostern nicht verzichten", stellt Bätzing klar. Es liefen auf Arbeitsebene bereits Gespräche zwischen den Kirchen und der Bundesregierung. Nach Abschluss wolle man in den Gremien beraten, wie man mit der Bitte umgehe, so Bedford-Strohm. Sowohl Katholiken als auch Protestanten verweisen auf die seit vielen Monaten erprobten Hygienekonzepte für Gottesdienste. Die evangelische Kirche in Baden-Württemberg kündigt an: "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehen wir keine Notwendigkeit, unsere strengen, bewährten und nachhaltigen Regelungen für Präsenzgottesdienste zu ändern."