Letztes Update:
20220127220332

19:59
16.03.2021
Die erste Phase einer regionalen Massenimpfung gegen die südafrikanische Corona-Variante ist in Österreich mit einer hohen Beteiligung zu Ende gegangen. "Schwaz ist die erste europäische Region, die durchgeimpft ist", erklärte Tirols Landeschef Günther Platter. Von 64.000 infrage kommenden Personen hätten 46.000 eine Injektion erhalten, berichtete er. Das entspricht einer Rate von 72 Prozent.
Am vorigen Donnerstag war die Aktion als europäisches Pilotprojekt angelaufen, um die ansteckendere Virus-Variante zurückzudrängen. Mit Hilfe der EU wurden dazu 100.000 Dosen Impfstoff geliefert. Die Massenimmunisierung wird auch wissenschaftlich ausgewertet, um die Wirksamkeit des Biontech/Pfizer-Impfstoffes gegen die Südafrika-Mutante zu untersuchen.

19:45
16.03.2021
Sachsen hat die Einreiseregeln für Menschen aus Tschechien erleichtert. Der Freistaat folge damit den Vorgaben des Bundes und den aktuellen Regeln in Bayern, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) nach einer Sitzung des Kabinetts in Dresden. Sie machte zugleich deutlich, dass sie angesichts der neuen Regeln Bedenken wegen steigender Infektionszahlen gerade in den Grenzregionen hat. Voraussetzung ist allerdings ein täglicher negativer Corona-Test, der ab Mittwoch Pflicht ist. Arbeitgeber müssen die Tests zur Verfügung stellen.
Die neue Quarantäne-Verordnung sieht vor, dass mehr Menschen aus Tschechien nach Sachsen reisen können, ohne sich in Quarantäne zu begeben. Das gilt nicht mehr nur etwa für Beschäftigte im Gesundheitswesen, sondern für alle, die zur "Aufrechterhaltung der Betriebsabläufe unabdingbar" sind.

19:22
16.03.2021
Angesichts der beginnenden dritten Corona-Welle in Deutschland bedauert der Virologe Christian Drosten die Entwicklungen um Astrazeneca mit ausgesetzten Impfungen und knapperen Liefermengen. Im Moment solle man vor allem daran denken, "dass wir diese Impfung brauchen", betonte der Charité-Wissenschaftler im Podcast "Coronavirus-Update" (bei NDR-Info). Die epidemiologische Lage sei momentan nicht gut in Deutschland. Die ansteckendere Virusvariante B.1.1.7 nehme immer mehr Überhand, ihr Anteil betrage inzwischen drei Viertel.
"Wir werden kurz nach Ostern eine Situation haben wie um Weihnachten herum", sagte der Virologe, auch mit Blick auf düstere Prognosen des Robert Koch-Instituts von vor einigen Tagen zu einem befürchteten starken Anstieg der Neuinfektionszahlen. Die Situation werde sich dann im weiteren Verlauf "drastisch erschweren" wegen der Mutante, erwartet Drosten.

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