Wegen Meldungen über Thrombosen in Hirnvenen hat das
Paul-Ehrlich-Institut die vorübergehende Aussetzung von Impfungen mit dem Covid-19-Impfstoff Astrazeneca empfohlen.
Seit dem 11. März seien weitere Fälle in Deutschland gemeldet worden, erklärt das für Impfstoffe in Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen. Bei der Analyse des neuen Datenstands sehe man eine auffällige Häufung
einer speziellen Form von sehr seltenen Thrombosen in Hirnvenen in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) und Blutungen in zeitlicher Nähe zu Impfungen mit Astrazeneca. Die Daten würden von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) weiter analysiert und bewertet.
Wenn Menschen sich mehr als vier Tage nach der Astrazeneca-Impfung zunehmend unwohl fühlten, sollten sie sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben, rät das PEI. Mögliche Beschwerden seien starke und anhaltende Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen.