Letztes Update:
20220217120258

11:44
17.02.2022
An den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen hat sich laut einer Studie bislang nur ein relativ kleiner Teil der Bevölkerung beteiligt. Wie das Center für Monitoring, Analyse und Strategie (Cemas) mitteilt, gaben bei einer repräsentativen Online-Befragung im Januar 4,3 Prozent an, mindestens einmal an Protesten gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen teilgenommen zu haben. Mehr als doppelt so viele Befragte, 11,1 Prozent, äußerten demnach, sie wären auf jeden Fall oder eher bereit, an diesen Protesten teilzunehmen. 
In der insgesamt kleineren Gruppe der Ungeimpften konnten sich den Angaben zufolge fast 70 Prozent der Befragten eine Beteiligung an Corona-Protesten vorstellen. Unter denjenigen, die mindestens eine Schutzimpfung gegen Covid-19 erhalten haben, hätten dies dagegen nur 12,5 Prozent der Teilnehmer der Studie geäußert. Unter Anhängern der AfD sei die Bereitschaft mit Abstand am größten.

11:20
17.02.2022
Die Gegner der aktuellen Corona-Politik, die vielerorts bei von ihnen so genannten "Spaziergängen" auf die Straße gehen, werden nach der Einschätzung von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) auch nach der Pandemie aktiv bleiben. "Wir beobachten, dass aufgrund der Lockerungen, die es mittlerweile gibt, der Zulauf weniger wird", sagte er der "Passauer Neuen Presse". "Ich gehe aber davon aus, dass manche nach neuen Gründen suchen werden, um in Zukunft Spektakel machen zu können."
Die Protestzüge waren zuletzt oft bewusst nicht bei den Behörden angezeigt, sondern als angeblich spontane "Spaziergänge" durchgeführt worden. Mittlerweile würden die allermeisten Versammlungen wieder angezeigt, sagte Herrmann: "Im Moment entspannt sich die Lage." Der Minister hält eine Mehrheit der Teilnehmenden aber nicht für Rechtsextreme: "Das sind andere Leute – vom Impflicht-Gegner bis zum Corona-Leugner, zum Teil mit verqueren bis hin zu absurden Vorstellungen, die ich nicht nachvollziehen kann."

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