Lockerungen der strengen 2G-Corona-Regeln für Handel und Gastronomie führen nach Einschätzung des Kieler Ökonomen Holger Görg nicht zwangsläufig zu besseren Geschäften. Ob die Aufhebung der Regeln positive wirtschaftliche Effekte hätte, sei überhaupt nicht klar. "Es könnte zu mehr Umsatz führen, weil Hürden für den Zugang zu Geschäften und Lokalen für alle wegfallen", schreibt der amtierende Chef des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in einem aktuellen Beitrag in Kiel.
"Ebenso könnte der Umsatz aber sinken, weil ein Zugang für Ungeimpfte oder Ungetestete mehr potenzielle Kundinnen und Kunden abschreckt, die sich dann nicht mehr sicher fühlen." Daher empfiehlt der Ökonom, "zunächst in vergleichenden Pilotprojekten die Reaktion von Kundinnen und Kunden zu beobachten, statt die Beschränkungen in der Breite aufzuheben".