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15:36
04.02.2022
Die österreichische Regierung hat Probleme bei der Umsetzung ihrer geplanten Corona-Impflotterie eingeräumt. Die Anreiz-Aktion, die parallel zur Impfpflicht angekündigt worden war, müsse möglicherweise um einige Monate verschoben werden, teilte die konservativ-grüne Koalition mit. Der öffentlich-rechtliche Sender ORF, der für die Umsetzung der Lotterie vorgesehen war, sehe sich aus rechtlichen Gründen außerstande, das Projekt abzuwickeln. Nun würden Alternativen geprüft. Laut Plan sollten für jede zehnte Impfung Gutscheine von 500 Euro ausgespielt werden, die etwa in Restaurants und Kultureinrichtungen einlösbar sein sollten. Juristen und ORF-Redakteure äußerten Bedenken, ob diese Aktion mit einem Wert von bis zu einer Milliarde Euro mit der Rolle eines unabhängigen Senders vereinbar sei.
Die allgemeine Impfpflicht für Menschen ab 18 liegt derweil im Zeitplan: Das Gesetz, das Strafen bis zu 3600 Euro vorsieht, wurde nach der Zustimmung des Parlaments vom Bundespräsidenten unterzeichnet und wird voraussichtlich am Wochenende in Kraft treten.

15:06
04.02.2022
Der Virologe Christian Drosten zeigt sich empört über die Äußerungen des Hamburger Forschers Roland Wiesendanger im Magazin Cicero, in denen dieser Drosten und weitere Virologen der gezielten Täuschung zum Ursprung der Corona-Pandemie bezichtigt. "Cicero bietet einem Extremcharakter die Bühne und provoziert persönliche Angriffe gegen mich durch suggestive Fragen", kritisierte Drosten via Twitter. Belastbaren Tatsachenbehauptungen werde ausgewichen, so der Wissenschaftler von der Berliner Charité. "Das ist kein Interview, sondern ein Vorkommnis."
Zuvor war neben dem Interview mit dem Nanowissenschaftler Wiesendanger im Cicero auch eines mit ihm in der Neuen Zürcher Zeitung erschienen. In beiden führte der Forscher in mehreren Punkten seine Theorie aus, Sars-CoV-2 stamme aus einem Labor in Wuhan. Führenden internationalen Virologen wie Drosten, die von einem Ursprung des Virus aus dem Tierreich ausgehen, warf er bewusste Irreführung und Vertuschung vor. 
Die Cicero-Redaktion reagierte ihrerseits mit einem Tweet auf Drostens Kritik. "Wir halten die Kategorisierung unseres Gesprächspartners als 'Extremcharakter' in diesem Kontext für nicht weiterführend", hieß es. Man biete an, ein Streitgespräch zwischen Wiesendanger und Drosten zu organisieren und zu dokumentieren.

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