Letztes Update:
20220203210724

15:48
03.02.2022
Europa steht nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einer einzigartigen Chance, die Ausbreitung des Coronavirus unter Kontrolle zu bekommen und in der Pandemie ein "Endspiel" einzuläuten. Drei zusammentreffende Faktoren gäben Europa die Aussicht auf eine mögliche "Feuerpause" im Kampf gegen Sars-CoV-2, sagt der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge: Die große Zahl verabreichter Impfungen und natürlicher Immunisierungen durch Omikron, das nahende Winterende sowie die geringere Krankheitsschwere der Variante. "Diese Periode des höheren Schutzes sollten wir als 'Feuerpause' begreifen, die uns anhaltenden Frieden bringen könnte".
"Wir sollten diese Chance nicht verschwenden", mahnt Kluge in Bezug auf die mögliche kommende Entspannung der Lage zudem.

Jegliche Atempause muss umgehend genutzt werden, um das Gesundheitspersonal zu befähigen, zu anderen wichtigen Gesundheitsfunktionen zurückzukehren, um den Rückstand in der Pflege abzubauen. 15:48
03.02.2022
WHO-Regionaldirektor Hans Kluge
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15:23
03.02.2022
Trotz der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen auch bei Kindern und Jugendlichen warnt der Kindermedizin-Professor Tobias Tenenbaum vor flächendeckenden Schließungen von Schulen und Kindergärten. Die Belastung für Kinder wäre im Verhältnis zu einer Covid-19-Erkrankung viel höher, sagt der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie. Schon die vergangenen Lockdowns hätten zu einer signifikanten Zunahme von Fettleibigkeit, Spielsucht und psychischen Problemen bei Kindern geführt.
Der Nachweis einer Corona-Infektion bedeute nicht gleich eine Erkrankung, sagt der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Sana Klinikum Lichtenberg in einer Online-Pressekonferenz mit dem nordrhein-westfälischen Vize-Ministerpräsidenten Joachim Stamp (FDP). Auch die Schwere der Erkrankung sei im Kindes- und Jugendalter "relativ überschaubar" und stehe im Gegensatz zu den hohen Infektionszahlen. "Das heißt: Die Kinder bleiben sehr kurz im Krankenhaus, teilweise nur eine Nacht, und gehen dann wieder nach Hause", so Tenenbaum.

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