UPDATE | Gesundheitsminister Karl Lauterbach spricht sich gegen Lockerungen in der aktuellen Lage aus. Er bleibe bei dem "konservativen Kurs". Der Zenit der Omikron-Welle sei noch nicht überschritten. Wenn etwa ein Gericht eine Regel kassiere oder ein Land sich mit Öffnungen profiliere, müsse er damit leben. Der SPD-Politiker betont aber: "Ich begrüße die Lockerungen nicht." Auch wenn Nachbarländer wie Dänemark gerade anders vorgehen, sei das dort so. "Aber das sind nicht wir." Für die zweite Februarhälfte oder Anfang März könne es eine "Lockerungsperspektive" geben. Mit Blick darauf sei Deutschland gerade "einigermaßen gut auf dem Weg unterwegs".
Die Maßnahmen zur Eindämmung der massiven Omikron-Welle zeigen laut Lauterbach bisher die erwartete Wirkung. "Mit den hohen Fallzahlen hatten wir gerechnet", sagt er. Sie könnten noch bis auf 400.000 pro Tag steigen. Das Ziel sei aber bisher erreicht worden, mit so wenig schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen durchzukommen. Die Sieben-Tage-Inzidenzen lägen jetzt im Schnitt bei 1000, bei Jüngeren teils bei 2000, in der Risikogruppe der Älteren, auf die es besonders ankomme, aber zwischen 200 und 300. Dies gelinge durch die bestehenden Alltagsauflagen und Zugangsregeln wie 3G, 2G und 2G plus. "Das werden wir weiter machen", sagt er.