Letztes Update:
20220129020026

10:14
28.01.2022
Trotz der rasant steigenden Infektionszahlen ist einer Umfrage zufolge die Angst vor Corona in Deutschland deutlich zurückgegangen. Dem ZDF-"Politbarometer" zufolge halten zwar 70 Prozent der Befragten "Corona und die Folgen" weiter für das wichtigste Problem, sehen jetzt noch 42 Prozent ihre Gesundheit durch das Virus gefährdet. Vor zwei Wochen waren es noch 53 Prozent. Inzwischen wird aus Sicht vieler Experten klarer, dass eine Infektion mit der hochansteckenden Omikron-Variante häufig einen eher milden Krankheitsverlauf auslöst.

Spürbar gestiegen ist die Zufriedenheit mit den aktuell geltenden Corona-Maßnahmen, laut "Politbarometer" von 44 auf 49 Prozent. Nur noch 25 Prozent der Befragten meinen, die Maßnahmen müssten härter ausfallen (minus 5), während 23 Prozent (plus 1) sie für übertrieben halten. Gut ein Fünftel der Befragten (21 Prozent) glaubt, die Pandemie werde nach Omikron hierzulande im Großen und Ganzen überwunden sein, 75 Prozent gehen davon aus, dass es nach Omikron weitere Wellen mit neuen Virusvarianten und hohen Fallzahlen geben wird.

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09:58
28.01.2022
Der Präsident des Robert Koch-Instituts Lothar Wieler mahnt weiter zur Vorsicht. Es sei noch unklar, wie sich Omikron insbesondere auf die ältere ungeimpfte Bevölkerung in den kommenden Wochen auswirken werde, so Wieler. "Die Fallzahlen steigen weiter massiv an, aber tatsächlich steigen sie bei weitem nicht so heftig, wie es unter Omikron möglich wäre", erklärt der RKI-Chef. Das liege auch daran, dass "sich die allermeisten Menschen verantwortungsvoll" an die Pandemie-Regeln hielten. 
Dennoch dürfe nicht vergessen werden, dass Deutschland "auf einen Höhepunkt" der Pandemie zusteuere. In den vergangenen sieben Tagen hätten sich rund 890.000 Menschen infiziert, das entspreche einem Prozent der Bevölkerung, erklärt Wieler. Jeder dritte PCR-Test sei positiv ausgefallen. "Ich hatte ja schon gesagt, dass wir mit Omikron in eine neue Phase der Pandemie eintreten."

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