Letztes Update:
20220128020027

16:01
27.01.2022
Litauen verzeichnet den zweiten Tag in Folge einen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen. Mit 10.630 registrierten Fällen binnen 24 Stunden wurde dabei am Donnerstag erstmals ein fünfstelliger Wert erfasst - 9490 waren es am Vortag. Der 14-Tage-Inzidenzwert stieg damit nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Vilnius auf 2985 Infektionen pro 100.000 Einwohner - der höchste Wert in dem baltischen EU-Land mit knapp drei Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie.
Nach Behördenangaben gehe die große Mehrzahl der neuen Fälle auf die Omikron-Variante zurück. Gesundheitsminister Arunas Dulkys halte neue Corona-Regeln für vorerst nicht notwendig. Die Pandemie könne mit den gegenwärtigen Beschränkungen eingedämmt werden, hieß es.

15:32
27.01.2022
Die EU-Arzneimittelbehörde EMA gibt grünes Licht für die Zulassung des Medikaments Paxlovid gegen Covid-19. Das Mittel des US-Herstellers Pfizer könne bei Patienten eine schwere Erkrankung nach einer Corona-Infektion verhindern, teilt die EMA mit. Nach der Zulassung ist dies das erste Medikament gegen Covid, das oral eingenommen werden kann. Die Pille gilt als sehr effektiv. Die EU-Kommission muss der Zulassung noch zustimmen, das aber gilt als Formsache. Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wurden bereits eine Million Packungen Paxlovid geordert. "Das Mittel eignet sich insbesondere für die Behandlung ungeimpfter Risikopatienten." Nach Angaben von Pfizer soll das Mittel das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-19-Patienten um 89 Prozent senken. Patienten nehmen nach Herstellerangaben fünf Tage lange zwei Mal täglich jeweils drei Tabletten ein. Der Wirkstoff Nirmatrelvir soll ein Sars-CoV-2-Protein hemmen und dadurch die Vermehrung des Virus stoppen. Zu möglichen Nebenwirkungen gehören eine Beeinträchtigung des Geschmackssinns, Durchfall, Bluthochdruck und Muskelschmerzen. 

15:07
27.01.2022
Er wolle nicht auf einer Plattform präsent sein, die Fehlinformationen zum Coronavirus verbreite: Mit dieser Forderung hatte der Folkrock-Star Neil Young Spotify unter Druck gesetzt. Nun reagierte das Unternehmen und nahm die Musik des Kanadiers aus seinem Programm. "Wir bedauern Neils Entscheidung, seine Musik von Spotify zu entfernen, hoffen aber, ihn bald wieder begrüßen zu können", teilte der Streamingdienst in einer Erklärung mit, aus der das Wall Street Journal und andere US-Medien zitierten.
Young hatte dem schwedischen Unternehmen zuvor vorgeworfen, etwa in Podcasts Falschinformationen über Coronavirus-Impfstoffe zu verbreiten. Er hoffe, dass andere Künstler und Plattenlabel seinem Beispiel folgen, um die Verbreitung "lebensbedrohlicher Fehlinformationen" über das Virus zu stoppen, schreibt der 76-jährige Musiker auf seiner Internetseite.

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