In einigen deutschen Tageszeitungen gibt es auffallend viele Jobanzeigen angeblich ungeimpfter Pflegekräfte. Mehrere Medien und Journalisten berichten über eine bemerkenswerte Häufung sehr ähnlicher Anzeigen, die den Verdacht nahelegt, dass es sich zumindest teilweise um Falsch-Anzeigen beziehungsweise abgesprochene Aktionen von Gegnern der Corona-Impfung handeln könnte. So verzeichnete der "Fränkische Tag" mehr als 50 Anzeigen. "Diese Häufung von sich ähnelnden Inseraten ist ungewöhnlich. Das wirkte auf den ersten Blick fast wie abgesprochen", sagt Gerhard Staudt, Teamleiter des Auftragsmanagements der Mediengruppe Oberfranken. Auch der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) berichtet über "mehr als 100 vermeintliche Stellengesuche in einem Bautzener Anzeigenblatt".
RBB-Journalist Andreas Rausch beschreibt in dem Bericht, wie er versuchte, einige der 126 Annoncen-Aufgeber zu erreichen. Drei Viertel der Anzeigen hätten Handynummern, einzelne seien mit Festnetz-Nummern versehen, der Rest laufe unter Chiffre. Der Journalist schreibt, dass manche Nummern unvollständig oder wie die "0160-1234567890" nicht vergeben seien, oder es gehe niemand ans Telefon. Bei 18 Stichproben habe er niemanden erreichen können.