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12:31
12.01.2022
Die britische Regierung hat bei der Vergabe von Aufträgen im Wert von Hunderten Millionen Pfund für Corona-Schutzkleidung zwei Unternehmen zu Unrecht bevorzugt. Der Londoner High Court urteilte nun, dass eine "VIP-Spur" des Gesundheitsministeriums zu Beginn der Pandemie im Frühling 2020 illegal war. Dabei hatte das Ministerium Empfehlungen von Abgeordneten, Kabinettsmitgliedern und ranghohen Beamten Priorität eingeräumt. Die Entscheidung gilt als weitere Schlappe gegen Premierminister Boris Johnson, der wegen mutmaßlicher Partys in seinem Amtssitz während des Lockdowns stark in der Kritik steht.
Zwei Anti-Korruptions-Organisationen hatten geklagt, die Lieferanten seien bevorzugt worden, "weil sie jemanden kannten und nicht wegen dem, was sie liefern konnten". Das Ministerium hatte das Vorgehen verteidigt: Zu der Zeit sei es auf jede Sekunde angekommen, die "VIP-Spur" habe zu zahlreichen verlässlichen Angeboten geführt.

12:23
12.01.2022
Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich nach einer Gartenparty in seinem Amtssitz während des ersten Corona-Lockdowns entschuldigt. Er verstehe die Wut in der Bevölkerung über die Feier, sagte Johnson im Parlament in London. Der Premier räumte ein, dass er an der Zusammenkunft am 20. Mai 2020 teilgenommen hat. Er sei in den Garten seines Amtssitzes gekommen, um sich bei Mitarbeitern zu bedanken und habe geglaubt, es habe sich um ein Arbeitstreffen gehandelt. Nach etwa 25 Minuten sei er zurück in sein Büro gegangen. Im Rückblick hätte er anders handeln müssen, räumte Johnson ein. 
Labour-Chef Keir Starmer warf Johnson vor, mit dieser Erklärung die Bevölkerung zu beleidigen. Er forderte den Premier zum Rücktritt auf.

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