Der
designierte CDU-Chef Friedrich Merz rät in der aktuellen Corona-Lage dazu, die Bevölkerung "nicht in Angst und Schrecken" zu versetzen. "Es gibt in unserem Land leider eine gewisse Neigung, immer
denen besonders viel Gehör zu schenken, die die Situation besonders dramatisch darstellen", sagt er im Interview mit der
"Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Pandemie müsse den politischen Entscheidungsträgern Respekt gebieten,
"aber sie sollten nicht in Angst erstarren".
Mit Blick auf befürchtete
Belastungen der kritischen Infrastruktur wegen möglicher Personalknappheit durch Arbeitsausfälle wegen Corona oder Quarantäne sagt Merz, man müsse "die Frage eines systemischen Versagens" natürlich
"ernsthaft prüfen". "Aber wir wissen auch, dass wir gerade bei den Geimpften viel mildere Verläufe haben werden, selbst bei Durchbrüchen von Virusvarianten. Wir sollten die Bevölkerung jetzt nicht in Angst und Schrecken versetzen." Das Problem sei lösbar.