Die Zahl der Antikörper sinkt nach einer Booster-Impfung gegen das Coronavirus nach Angaben eines israelischen Experten ähnlich wie nach der zweiten Dosis. "Es ist ein natürlicher Prozess, dass die Antikörper allmählich wieder weniger werden nach einer Impfung", sagt Professor Ejal Leschem, Experte für Infektionskrankheiten, der Deutschen Presse-Agentur. Erst innerhalb einiger Wochen werde man aber wissen, was das konkret für den Impfschutz bedeute. Denn dieser hängt nicht nur von Antikörpern ab, sondern etwa auch von sogenannten T-Zellen.
Mit Ausbreitung der ansteckenderen Omikron-Variante auch in Israel werde man sehen, "ob es auch viele Fälle von Geimpften gibt, die erkranken", sagt Leschem, der an der Universität Tel Aviv unterrichtet. Israel hatte als erstes Land weltweit im Juli mit der Booster-Impfung begonnen. Nun sollen über 60-Jährige, medizinisches Personal sowie Menschen mit Immunschwäche in dem Mittelmeerland bereits die vierte Impfdosis erhalten.