Letztes Update:
20220127220332

18:06
20.12.2021
Die britische Regierung will trotz eines massiven Anstiegs der Infektionen mit der Omikron-Variante vorerst keine weiteren Maßnahmen einführen. "Wir haben beschlossen, dass wir die Daten von jetzt an unter ständiger Beobachtung halten und sie stündlich bewerten sollten", sagt Premierminister Boris Johnson nach einer mehrstündigen Sitzung seines Kabinetts. Die Regierung behalte sich aber weitere Maßnahmen vor, um den Gesundheitsdienst zu schützen. 
Großbritannien verzeichnet erneut mehr als 90.000 Neuinfektionen. Geschätzt infizieren sich tatsächlich jedoch wohl bereits mehrere Hunderttausende täglich. In den Landesteilen England und Schottland ist Omikron bereits dominant. Auch bei den Krankenhauseinweisungen ist ein Anstieg zu verzeichnen. Ohne schärfere Maßnahmen drohen nach Ansicht des britischen Expertenrats Sage allein in England 3000 Krankenhauseinweisungen pro Tag und die Überlastung des Gesundheitssystems.

17:51
20.12.2021
In Dänemark sind die Testcenter an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Die hohen Ansteckungszahlen hätten dazu geführt, dass eine Rekordzahl von Menschen vor den Weihnachtstagen sicherstellen wolle, dass sie sich nicht infiziert haben, sagt Anne-Marie Vangsted, die Direktorin der Testcenter, der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau. "Die Anzahl der PCR-Tests, die wir pro Tag analysieren können, ist begrenzt."
Fortan können nur noch Menschen einen PCR-Test buchen, die tatsächlich Symptome haben, in Kontakt mit einer infizierten Person kamen oder in einem Schnelltest positiv auf Corona getestet wurden. Wenn man zum Weihnachtsfest mit der Familie wolle, gebe es andere Möglichkeiten wie Antigentests oder Selbsttests, sagt Vangsted. In Dänemark mit seinen 5,8 Millionen Einwohnern sind heute rund 10.500 neue Fälle gemeldet worden. Rund fünf Prozent der Tests fielen zuletzt positiv aus. Bislang wurde bei insgesamt 23.000 Fällen die Omikron-Variante festgestellt.

17:04
20.12.2021
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, Auffrischimpfungen als Allheilmittel auf dem Weg aus der Corona-Pandemie zu sehen. Sie spricht sich zugleich gegen Booster für die gesunde Bevölkerung aus, weil damit der Impfstoff zur Versorgung der ganzen Welt mit Erst- und Zweitimpfungen noch knapper werde. Statt Gesunde zu Boostern, sollten die Länder mehr tun, um Ungeimpfte zu erreichen, im eigenen Land und im Rest der Welt, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.
Die Frage der Auffrischimpfungen ist demnach direkt mit der Frage einer gerechten Impfstoffverteilung verbunden. Die WHO warnt seit Monaten davor, dass sich in Ländern, deren Bevölkerungen nicht ausreichend geimpft sind, gefährliche Virus-Varianten entwickeln können. Während nach den WHO-Zahlen in Deutschland 160 Impfdosen pro 100 Einwohner vergeben worden sind, sind es etwa in Kamerun 3,7, im Tschad 1,7 und in der Demokratischen Republik Kongo 0,29.

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