Letztes Update:
20220127220332

15:20
20.12.2021
Bund und Länder erwägen nach Weihnachten Kontaktbeschränkungen auch für geimpfte und genesene Personen. Ab dem 28. Dezember sollten private Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen nur noch mit maximal zehn Personen erlaubt sein, wie aus einer Beschlussvorlage zur Vorbereitung der Bund-Länder-Konferenz am Dienstag hervorgeht. Das Papier liegt dpa und mehreren Medien vor. 
Insbesondere Silvesterfeiern miteiner großen Anzahl von Personen seien in der gegenwärtigen Lage nicht zu verantworten. Nach dpa-Informationen handelt es sich bei dem Papier aber nur um einen Zwischenstand. Über die Vorschläge stimmen sich die Regierungschefs und -chefinnen der Länder erst morgen mit Bundeskanzler Olaf Scholz ab.

15:01
20.12.2021
Bundesfinanzminister und FDP-Chef Christian Lindner ist gegen Schließungen von Geschäften, Gaststätten oder Schulen: "Wir wollen keine pauschalen Schließungen von Schulen, wir wollen auch keine pauschale Schließung von Gastronomie, Hotellerie und Handel." Der Schlüssel zur Bewältigung der vierten und fünften Welle sei, nicht nachzulassen beim Impfen und Boostern und Kontaktbeschränkungen vorzunehmen, "damit es eben nicht zu pauschalen Lockdowns wie in den Niederlanden kommen muss." 
Lindner rechnet nach eigener Aussage damit, dass Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag kurzfristige Änderungen der Regeln für Veranstaltungen und für private Treffen in Innenräumen vereinbaren werden. "Ich gehe davon aus, dass Club-Veranstaltungen nicht werden stattfinden können. Darüber hinaus wird man lageadäquat schauen müssen, ob weitere Kontaktbeschränkungen nötig sind."

14:52
20.12.2021
Rund 40 Prozent der infizierten Menschen haben einer Studie der Universitätsklinik Mainz zufolge Long-Covid-artige Symptome - unabhängig davon, ob sie von ihrer mehr als sechs Monate zurückliegenden Infektion wussten oder nicht. Jeder Dritte berichte, nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 nicht wieder so leistungsfähig zu sein wie vorher, sagte der Leiter der Studie, Philipp Wild, am Montag in Mainz. Andere der zahlreichen Symptome "ohne klares klinisches Muster" seien Abgeschlagenheit, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Gedächtnisstörungen, Atmennot/Kurzatmigkeit und Schlafstörungen, Gelenkschmerzen und Stimmungsschwankungen. 
Allerdings berichteten auch rund 40 Prozent der gar nicht infizierten Menschen von einigen ähnlichen Symptomen während der Pandemie, wie Abgeschlagenheit, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen, die mindestens sechs Monate anhielten, sagte Wild. "Es ist aber falsch zu sagen, das Krankheitsbild Long-Covid gibt es nicht", betont der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin. Diese Ergebnisse zeigten vielmehr, wie wenig spezifisch das Krankheitsbild sei und wie groß der Forschungsbedarf.

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