Letztes Update:
20220127220332

20:56
18.12.2021
Ein Protestzug, bei dem am Abend Tausende im brandenburgischen Cottbus gegen Corona-Beschränkungen auf die Straße gegangen sind, ist nach Angaben der Polizei wegen zu vieler Teilnehmer aufgelöst worden. "In dem Aufzug haben wir sehr viele Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt", sagt ein Polizeisprecher. Es hätten schätzungsweise insgesamt weit über 3000 Menschen teilgenommen. 
Die Stimmung war nach Einschätzung der Beamten aufgeheizt, teils habe es verbale Aggressionen der Teilnehmer gegen die Polizei gegeben. Dabei sei auch Pyrotechnik gezündet worden. 15 Personen, die der gewaltbereiten rechtsextremistischen Szene zuzurechnen seien, seien vorläufig in Gewahrsam genommen worden, so die Polizei weiter.

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20:42
18.12.2021
Im ostthüringischen Greiz haben Institutionen und Vereine gemeinsam ein Zeichen gegen die teils gewaltvollen Proteste gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen gesetzt. In der Stadt wurden Pappfiguren mit Namen aufgestellt, die stellvertretend für Teilnehmer der Aktion "Greiz dreht auf" standen. Diese wollten selbst nicht auf die Straße gehen, um das Infektionsrisiko gering zu halten. Eine Sprecherin der Aktion sagte, man habe all denen eine Stimme geben wollen, die hilflos und mit Bedauern die Nachrichten zu den Protesten in der eigenen Stadt verfolgten. "Ohne Corona würden wir gemeinsam feiern!" stand auf einem Banner. Ab 19.00 Uhr wurden für eine halbe Stunde Weihnachtslieder von Dächern der Stadt abgespielt - um der "Hilflosigkeit entgegenzuwirken und nicht mehr ohnmächtig zuschauen zu müssen".
Auf der Internetseite der Aktion heißt es: "Wir sind entsetzt, dass Gewalt und Hass mit Fackeln und Böllern durch unsere Straßen getragen werden. Wir sind verunsichert, wenn Krankenhausmitarbeitende nicht zu ihrem Arbeitsplatz kommen, um Menschen zu helfen." Am vergangenen Samstagabend waren laut Polizei bis zu 1000 Menschen in Greiz auf die Straße gegangen, darunter rechtsextreme Gewalttäter aus Thüringen und den umliegenden Bundesländern. Bei dem in sozialen Medien propagierten Protest kam es zu Gewalt, 14 Polizisten wurden verletzt.

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