Nach
drei Todesfällen in einem Pflegeheim im niedersächsischen Hildesheim hat die Leitung die Lage als sehr angespannt beschrieben. "Die Situation ist maximal anstrengend", sagt Einrichtungsleiter Michael Ossenkopp. Als Konsequenz des Corona-Ausbruchs steht ihm zufolge ein Wohnbereich mit 54 Plätzen unter Quarantäne. Zuvor war bekanntgeworden, dass die Staatsanwaltschaft gegen eine frühere Mitarbeiterin der Einrichtung ermittelt, weil sie
mit einem gefälschten Impfpass im Heim gearbeitet haben soll. Die 44-Jährige habe die Verwendung des gefälschten Impfpasses eingeräumt, sagte eine Sprecherin.
Da im engen zeitlichen Zusammenhang drei mit dem Virus infizierte Bewohnerinnen starben, ermittelt die Anklagebehörde wegen des
Anfangsverdachts auf Totschlag. "Mit den Infektionen will sie nichts zu tun haben. Wir treffen sämtliche Maßnahmen, die dazu geeignet sind, um die Vorwürfe aufzuklären", heißt es von der Staatsanwaltschaft. Einrichtungsleiter Ossenkopp hatte erklärt, dass die Alltagsbegleiterin fristlos entlassen worden sei. Nur durch eigene Nachforschung habe die Einrichtung die falschen Angaben der Frau erkannt.