Mitglieder der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich auf einen
Zeitplan für ein Abkommen zur besseren Bewältigung von Pandemien verständigt. Das gibt die deutsche diplomatische Vertretung in Genf bekannt. Es wurde ein Konsens erzielt, dass Verhandler
spätestens im März zusammentreten. Nach einem Zwischenbericht im Mai 2023 soll dann das Verhandlungsergebnis im Mai 2024 vorliegen.
Diese Woche tagt eine WHO-Ministerkonferenz im Hybridformat, um diesen
Prozess mittels einer Resolution auf den Weg zu bringen. Im entsprechenden Resolutionsentwurf ist die Rede von Verhandlungen über "einen Vertrag, ein Abkommen oder eine andere internationale Übereinkunft der WHO" über die Verhinderung und Bewältigung von Pandemien. Es ist somit
noch unklar,
ob schlussendlich ein rechtlich bindender Pakt oder etwas Unverbindlicheres ausgearbeitet wird. Das Ziel ist jedenfalls, für die schnelle und faire Verteilung von Medikamenten und Impfstoffen auf der ganzen Welt zu sorgen.