Der CDU-Politiker
Carsten Linnemann sieht die
geringe Zahl an Unternehmensinsolvenzen während der Corona-Krise
mit Sorge. "Es müssen auch Firmen pleitegehen können, das gehört zu einer sozialen Marktwirtschaft dazu", sagte der Kandidat für das Amt des stellvertretenden CDU-Vorsitzenden der
Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Wettbewerb sei ein "
automatisches Fitnessprogramm für den Mittelstand und für die gesamte Wirtschaft". Durch die staatlichen Hilfen in der Pandemie sei dieser Mechanismus aber ausgeschaltet worden."Wir hatten in der Corona-Zeit viel weniger Insolvenzen als in den Jahren zuvor", sagte der Wirtschaftspolitiker. "Die
schöpferische Zerstörung, das Lebenselixier der Marktwirtschaft,
findet nicht statt. Wir hängen am Tropf des Staates, haben uns an Subventionen gewöhnt." Stattdessen müsse der Staat "zielgerichtet denen helfen, die es wirklich brauchen", forderte Linnemann.